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Lymphdrainage (manuell)

Lymphdrainage, manuelle nach WERNER, 1995


Definition: Großflächige, langsam ausgeführte Spezialhand­griffe zur Förderung der Lymphvasomotorik.

Wirkung: Lymphe eines gestauten Gebietes wird in andere, nicht gestaute Territorien abgeleitet. Für die Fortbewegung der Lymphe sind außerdem Muskeltätigkeit, Gelenkspiel, Pulsation der Arterien und Heben und Senken des Zwerchfells wichtig.

Indikationen: Primäre Lymphödeme (Abflussstörungen der Lymphe aus unbekannter Ursache) und sekundäre Lymph­ödeme nach Operationen oder Bestrahlungen wegen Malig­nom oder posttraumatische Lymphödeme. Unterstützend zu anderen physikalischen Maßnahmen (Kompressionsbehandlung, Bewegungstherapie) kann ma­nuelle Lymphdrainage eingesetzt werden beim Lipödem, Lipolymphödem, der chronisch venösen Insuffizienz oder dem postthrombotischen Syndrom.

Kontraindikationen beziehungsweise keine Indikation für ma­nuelle Lymphdrainage sind: eiweißarme Ödeme - wie z. B. bei Herzinsuffizenz-oder bei Eiweißmangel auftretend. 

Literatur: K. KNAUTH   B.REINERS   R. HUHN 
Physiotherapeutisches Rezeptierbuch; Verlag: Urban & Fischer; ISBN 3-437-46630-5