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Das Maitland Konzept

Definition: Das Maitland-Konzept gehört zu den Manualtherapien. Durch passive Bewegungen( Mobilisation und Manipulation ) werden mechanisch bedingte Funktionsstörungen an peripheren Gelenken, der Wirbelsäule und den dazugehörigen Strukturen befundet und behandelt. Gegliedert wird in Untersuchung, Behandlung und Beurteilung. Wichtigstes Prinzip ist das "clinical reasoning", d.h. eine ständige, konsequente Beurteilung und Analyse der Behandlungsresultate, bevor weitere Therapieschritte geplant und durchgeführt werden.

Wirkung: Strukturen eines Gelenks werden in ihrer normalen oder schmerzfreien Position mobilisiert, sodass wieder die volle physiologische Beweglichkeit ohne Schmerzen möglich wird .
Durch Dehnung eines versteiften, schmerzfreien Gelenks, wird die Gelenkbeweglichkeit verbessert und Schmerzen werden gelindert.

Kontraindikation: Schmerzen, die ihre Ursache nicht im Bereich der Wirbelsäule und der peripheren Gelenke haben, z.B.: Erkrankungen des Rückenmarks und der Cauda equina, Erkrankungen der A. vertebralis, auch jede Form von Schwindel oder Sehstörungen, die im Zusammenhang mit der Nackenhaltung auftreten, Osteoporose, entzündliche Prozesse, langfristige Behandlung mit Steroiden, Karzinome, Metastasen, Hämophilie, langfristige Antikoagulationstherapie und frische Verletzungen und Traumen.

Literatur: M. Fleischhauer   D. Heimann   U. Hinkelmann 
Leitfaden Physiotherapie; Verlag: Urban & Fischer; ISBN 3-437-45210-X