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Schlingentisch

Definition: Erleichterte Übungsbehandlung durch schwerelose Teil- oder Ganzaufhängung im Schlingentisch oder Schlingengerät.

Wirkung: Anregung bzw. Ermöglichung aktiver Übungen durch Abnahme der Schwere. Durch Verschieben aus dem Lot und Widerstandsgebung von der Peripherie her werden bestimmte Muskelgruppen in durchlaufender Innervation angesprochen und gekräftigt. Durch Gewichte und Expanderzüge können bestimmte Bewegungen erschwert oder erleichtert werden. Je nach individuellem Befund ist Mobilisation oder gezielte Kräftigung durch Gestaltung der Aufhängung, Einstellung der Züge oder Widerstände regulierbar. Wenn kein Bewegungsbad vorhanden ist oder es nicht vertragen wird, entspricht die Behandlung im Schlingengerät am besten dem Übungseffekt der Wasserbehandlung. Die Aufhängung im Schlingentisch kann mit Massage, Manueller Therapie, mit Elektrotherapie, Eis- oder Wärmemaßnahmen kombiniert werden.

Indikationen: Paresen (schlaff oder spastisch), Rheumatoid-Arthritis, Coxarthrosen, Endoprothesen, nach längerer Ruhigstellung von Gelenken oder bei übungsstabilen Osteosynthesen zur Mobilisation und zu dosiertem Krafteinsatz, wenn volle Belastung noch nicht erwünscht ist, insuffiziente Muskelgruppen oder ungenügend koordinierter Muskelketteneinsatz.

Literatur: M. Fleischhauer   D. Heimann   U. Hinkelmann 
Leitfaden Physiotherapie; Verlag: Urban & Fischer; ISBN 3-437-45210-X